Integration Von Shelly Und Shelly Pro Geraten In E

Integration von Shelly- und Shelly PRO-GerÀten in eine bestehende KNX-Infrastruktur

Einleitung

In folgendem Beispiel werden wir die Benutzerfreundlichkeit und die Vorteile der Verwendung von Shelly und der Shelly PRO-Serie erlĂ€utern, wenn wir ein oder mehrere defekte KNX-GerĂ€te ersetzen mĂŒssen.

Die meisten KNX-Nutzer kennen die unangenehme Situation, wenn aus irgendeinem Grund (z.B. Blitzschlag, Kurzschluss, Überlastung usw.) ein oder mehrere KanĂ€le eines Schaltaktors ausfallen. In solchen FĂ€llen gibt es normalerweise zwei mögliche Lösungen:

  1. Ersetzen des defekten Aktors durch einen neuen, da keine ErsatzkanĂ€le verfĂŒgbar sind und keine Kombinationen der gesteuerten Kreise möglich sind. Dieses Szenario wird besonders teuer, wenn es sich um den Austausch eines GerĂ€ts mit acht oder mehr KanĂ€len handelt.

  2. Neuanordnung und Kombination der bestehenden Kreise, um alle weiterhin automatisch zu steuern, ohne zusÀtzliche Kosten. Wahrscheinlich habt ihr euch das bereits gedacht, aber es ist erwÀhnenswert, dass eine solche Lösung die Möglichkeit der getrennten Steuerung der Kreise einschrÀnkt und letztendlich den Komfort beeintrÀchtigt.

Wie bereits zu Beginn erwÀhnt, ist unser Ziel in diesem Beispiel, euch nicht nur eine weitere Lösung zu bieten, sondern diese auch einfach zu halten.

Voraussetzungen

Shelly GerĂ€te können ĂŒber KNXnet/IP-Kommunikation mit anderen KNX-GerĂ€ten kommunizieren. Um unsere GerĂ€te verwenden zu können, ist es unbedingt erforderlich, die notwendige AusrĂŒstung bereitzustellen. FĂŒr detailliertere Informationen zur Verwendung von Shelly GerĂ€ten mit KNX lies bitte die bereitgestellte Dokumentation.

Mache dich mit der Shelly PRO-Serie und deren Spezifikationen vertraut, indem du das Benutzerhandbuch liest und verstehst, das mit den von dir gewÀhlten GerÀten geliefert wird.

Allgemeine Beschreibung

Hier werden wir nicht nur einen einzelnen Fall und ein einzelnes GerĂ€t betrachten, sondern mehrere FĂ€lle und GerĂ€te der Shelly PRO-Serie, die sich aus auf DIN-Schienen montierbaren GerĂ€ten zusammensetzt. Diese GerĂ€te sind fĂŒr den Einsatz in elektrischen VerteilerschrĂ€nken vorgesehen, die fĂŒr Home-/Office- und/oder Industrieautomationslösungen konzipiert sind.

Zu diesem Zweck verwenden wir ein Muster-Konferenzraum, der in Abbildung 1 gezeigt ist.

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UrsprĂŒnglich wurde der Konferenzraum ausschließlich mit KNX-GerĂ€ten ausgestattet, die Teil des Automatisierungssystems des gesamten GebĂ€udes sind. Der Rest des Systems ist fĂŒr diesen Fall und die hier dargestellten UnterfĂ€lle nicht relevant. Wichtig fĂŒr uns ist, dass die elektrische Installation des GebĂ€udes gemĂ€ĂŸ den Anforderungen des KNX-Automatisierungssystems ausgelegt ist und eine zentrale Steuerung des GebĂ€udes vorhanden ist, d.h., ein KNX-Server ist vorhanden.

Detaillierte Informationen ĂŒber die verwendeten KNX-GerĂ€te zur Steuerung sind in Tabelle 1 beschrieben.

Tabelle 1 - KNX-Ausstattung

GerÀt

Standort

Beschreibung

4-Kanal-Schaltaktor

DB-A

Steuert alle Beleuchtungskreise (L1 - L4)

4-fach Taster

KonferenztĂŒr

Ruft Raumszenarien ab

KNX-Bedienfeld

Rednerpult

Individuelle Steuerung; Ruft und speichert Szenarien ab

Weitere Details zu jedem Beleuchtungskreis in diesem Raum sowie die verwendeten KNX-Gruppenadressen fĂŒr Steuerung und Überwachung (Feedback) sind in Tabelle 2 angegeben.

Tabelle 2 - Beschreibung der Beleuchtungskreise und der verwendeten KNX-Gruppenadressen

Name

Beschreibung

Steuerungs-typ

Steuerkanal

Befehls-GA

Feedback-GA

L1

Redner-Spotlights

AN / AUS

Schaltaktor, Kanal 1

1/1/1

1/2/1

L2

Frontlichter SitzplÀtze

AN / AUS

Schaltaktor, Kanal 2

1/1/2

1/2/2

L3

Mittlere Sitzlichter

AN / AUS

Schaltaktor, Kanal 3

1/1/3

1/2/3

L4

Hintere Sitzlichter

AN / AUS

Schaltaktor, Kanal 4

1/1/4

1/2/4

Nun werfen wir einen Blick auf die Zeichnung in Abbildung 1 und machen sie etwas klarer. Die roten Linien in der Zeichnung zeigen, dass die Leitungen jedes Beleuchtungskreises im Raum von der Verteilung (DB-A) gespeist werden. Das bedeutet, dass die versorgenden Leitungen nicht durch irgendwelche Wandschalter unterbrochen sind. In grĂŒner Farbe sind die KNX-Steuerpunkte dargestellt, die ebenfalls im Schaltschrank enden (nicht gezeigt).

Lass uns nun in die Tiefe gehen und die folgenden Anwendungsbeispiele ĂŒberprĂŒfen: